Fortbildung
Ausblick: Fortbildungen 2027 und kommende Jahre
Sie möchten sich für die Aufgaben als Transplantationsbeauftragte/r qualifizieren oder Ihre klinischen Fähigkeiten in praxisnahen Simulationen weiterentwickeln? Auch in Zukunft bieten wir Ihnen an der Universitätsmedizin Rostock fundierte Fortbildungsmöglichkeiten an:
Curricularer Fortbildungskurs Transplantationsbeauftragte/r: Nach dem erfolgreichen Kurs im Jahr 2025 planen wir für den Herbst 2027 eine Neuauflage dieser Weiterbildung – selbstverständlich angepasst an das aktuelle Curriculum der Ärztekammer.
Simulationssymposium: Aufgrund der hohen Resonanz ist geplant, unsere praxisnahen Simulationskurse in den Folgejahren regelmäßig fortzuführen.
Interesse geweckt? Sie möchten über kommende Termine informiert werden oder haben erste Fragen zu den Inhalten? Schreiben Sie uns gerne eine unverbindliche Nachricht an transplantationsbeauftragte{bei}med.uni-rostock.de
Hinweis: Da die Planungen für die kommenden Termine noch laufen, handelt es sich hierbei um eine Interessenbekundung. Sobald die neuen Termine feststehen, kommen wir gerne auf Sie zu.
Rückblick 2026
Praxisnahes Training: Simulationssymposium an der UMR

Am 20. Juni 2026 fand in Rostock ein gemeinsames Simulationssymposium der Universitätsmedizin Rostock, der Universitätsmedizin Greifswald und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) statt. Die Veranstaltung bot Intensivmedizinern und Transplantationsbeauftragten eine exzellente Plattform, um ihre klinische Handlungssicherheit in zentralen Bereichen der Transplantationsmedizin praxisnah zu vertiefen.
Im Fokus des Symposiums standen drei wesentliche Themenkomplexe, die in realitätsnahen Simulationen trainiert wurden:
Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls: Sicherheit in der klinischen Anwendung und Durchführung.
Kommunikation mit Angehörigen: Empathische und professionelle Gesprächsführung in emotionalen Ausnahmesituationen.
Organprotektion & Ethik: Strategien zur optimalen intensivmedizinischen Versorgung unter Berücksichtigung ethischer Fragestellungen.
Durch den direkten Austausch und die praxisorientierten Szenarien konnten die Teilnehmer ihre fachliche Expertise für den Klinikalltag nachhaltig stärken.
Rückblick 2025
Der curriculare Fortbildungskurs zum Transplantationsbeauftragten wurde im November 2025 nach längerer Pause wieder in Rostock durchgeführt.
Die Teilnehmer fanden in einer entspannten, freundlichen Atmosphäre rasch einen Zugang zu diesem Thema.
Der Stoff wurde teils durch Vorträge von Referenten, durch Diskussionen untereinander sowie durch Rollenspiele mit Schauspielern vermittelt.
Im Herbst 2027 wird diese Weiterbildung wieder an der UMR angeboten.


Details zur Fortbildung: Curriculum Transplantationsbeauftragte/r Arzt (Inhalt des Flyers)
Curricularer Fortbildungskurs für Transplantationsbeauftragte
Um das Zertifikat „Transplantationsbeauftragte Ärztin / Transplantationsbeauftragter Arzt“ zu erhalten, müssen die folgenden drei Teile erfolgreich absolviert werden:
- Teil A: Grundlagen (E-Learning)
- Umfang: 8 Unterrichtseinheiten (UE)
- Inhalt: Rechtliche Grundlagen, medizinische Voraussetzungen und ethische Aspekte der Organspende.
- Teil B: Fachspezifische Fortbildung (Präsenz oder Online)
- Umfang: 16 Unterrichtseinheiten (UE)
- Inhalt: Spendererkennung, Hirntoddiagnostik, Spenderkonditionierung und Gesprächsführung mit Angehörigen.
- Teil C: Praktische Unterweisung
- Umfang: 16 Unterrichtseinheiten (UE)
- Inhalt: Praktische Übungen im Klinikalltag oder Simulationstraining (z. B. im Schockraum).
Anmeldung und Termine:
Die Anmeldung erfolgt über die Landesärztekammer oder direkt über das Fortbildungsportal der Universitätsmedizin Rostock. Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem Bereich „Veranstaltungen“ auf dieser Seite.
Was muss erfüllt werden, um das Zertifikat als „Transplantationsbeauftragte Ärztin/ Transplantationsbeauftragter Arzt“ zu erhalten?
Für das Zertifikat "Transplantationsbeauftragte Ärztin/ Transplantationsbeauftragter Arzt" müssen Sie die 3 Teile A -C erfolgreich absolviert haben.
Mitglieder der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, bzw. der jeweiligen Landesärztekammer des Teilnehmers, die erfolgreich die Teile A + B der curricularen Fortbildung „Transplantationsbeauftragte Ärztin / Transplantationsbeauftragter Arzt“ absolviert und eine Organspende Teil C inklusive Entnahme-Operation begleitet haben, können das Zertifikat „Transplantationsbeauftragter Arzt“ gemäß dem Curriculum der Bundesärztekammer beantragen.
Kann ich das Zertifikat in Einzelabschnitten erlangen?
Die Kursabschnitte anhand der Bundesärztekammer sind in Teil A - C aufgeteillt. In einigen Bundesländern werden diese Teile in varierten Modulen Angeboten und sind daher teilweise nicht kompatibel. Wir bieten die Teile A + B als Kombination an. Der Teil C setzt eine Teilnahme an einer Organspende voraus und muss in einem Entnahmekrankenhaus eigenverantwortlich bzw. mit Unterstützung über die DSO organisiert werden!
Wie erfolgt die Teilnahme am e-Learning Modul?
Die Teilnahme am e-Learning erfolgt über das e-Learningportal der DSO. Bitte legen Sie sich, falls noch nicht vorhanden, über das Feld Anmeldung einen Zugang an. Die Online-Module sind vor dem ersten Präsenztag zu bearbeiten und abzuschließen. Bitte legen Sie die 12 Teilnahmebescheinigungen der abgeschlossenen Module vor.
Was sind Transplantationsbeauftragte?
Seit 2012 schreibt das Transplantationsgesetz (TPG) den Entnahmekrankenhäusern vor, mindestens einen Transplantationsbeauftragten zu bestellen.
Mit entsprechender fachlicher Qualifikation haben die Transplantationsbeauftragten dafür Sorge zu tragen, dass das Entnahmekrankenhaus seiner Pflicht zur Meldung möglicher Organspender an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) nachkommt. Eine angemessene Begleitung der Angehörigen von Spendern gehört ebenfalls in ihr Aufgabenfeld.
Weitere Aufgaben der Transplantationsbeauftragten sind, dass im Entnahmekrankenhaus die Zuständigkeiten und Handlungsabläufe zur Erfüllung des Transplantationsgesetzes (TPG) festgelegt werden und dass das ärztliche und pflegerische Personal über die Bedeutung und den Prozess der Organspende regelmäßig informiert wird

