Gewebespende
Was ist eine Gewebespende?
Eine Gewebespende ist die Übertragung (Transplantation) von Körpergewebe von einer verstorbenen Person auf einen Patienten, der auf eine Transplantation angewiesen ist. Im Gegensatz zur Organspende, die in der Regel eine intensivmedizinische Behandlung voraussetzt, kann eine Gewebespende bis zu 72 Stunden nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand erfolgen.
Nahezu jeder Verstorbene kann als potenzieller Gewebespender infrage kommen. Voraussetzung ist eine ausdrückliche Einwilligung der verstorbenen Person zu Lebzeiten (z. B. im Organspendeausweis) oder die Zustimmung der Angehörigen.
Warum ist Gewebespende wichtig?
Durch eine Gewebespende können schwerkranken Menschen Funktionen wiederhergestellt und die Lebensqualität maßgeblich verbessert werden. So lassen sich beispielsweise defekte Herzklappen ersetzen oder durch die Transplantation von Augenhornhaut die Sehkraft von Patienten erhalten oder wiederherstellen.
Zusammenarbeit und Organisation
Die Gewebespende ist in Deutschland dezentral organisiert. Die Universitätsmedizin Rostock kooperiert hierbei mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG). Die DGFG ist ein Netzwerk, das bundesweit mit über 100 Spendekrankenhäusern zusammenarbeitet, um eine qualitativ hochwertige Gewebeversorgung sicherzustellen.
In der folgenden Grafik finden Sie eine Übersicht der Gewebe, die für eine Entnahme infrage kommen können:

Weiterführende Informationen & Kontakt
Bei vertiefenden Fragen zur Gewebespende stehen Ihnen folgende Informationsquellen zur Verfügung:

Kontakt zur DGFG Rostock:
Die DGFG ist für den Prozess der Gewebespende an der Universitätsmedizin Rostock Ihr direkter Ansprechpartner.
24/7 Hotline: 0800 - 511 5000 (Hinweis für Anrufe aus dem UMR-Kliniknetz: Bitte wählen Sie zusätzlich die 0 vorweg.)
Telefon: 0381 – 458 22 -14 / -18 / -15
Fax: 0381 – 458 2222

